
Jupiter mit seinen Monden Ganymed (links), Europa (rechts von Jupiter) und Kallysto (rechts außen). Die Monde entstanden aus einer Akkretionsscheibe und umrunden den Planeten deswegen ungefähr in seiner Rotationsebene. Jupiters Atmosphäre zeigt ein Wolkenmuster aus abwechselnd hellen und dunklen Bändern. Die hellen Bänder werden Zonen genannt und sind Hochdruckgebiete, die dunklen Bänder werden Gürtel genannt und sind Tiefdruckgebiete. Sie entstehen durch die schnelle Rotation des Planeten aufgrund der Corioliskraft, ähnlich der sogenannten „Westwindzone“ der Erde. Jupiter ist nach dem Mond das hellste Objekt am Nachthimmel.
Foto: Martin Meggle-Freund, Oktober 2021
Das Bild des Planeten wurde mit einem Maksutov-Newton-Teleskop der Brennweite 731 mm und einer Astrokamera aufgenommen. Die Brennweite des Teleskops wurde mit einer Barlowlinse vervierfacht. Aus 200 einzelnen Aufnahmen der Belichtungsdauer 90 ms wurden die besten fünf ausgewählt und integriert. Diese Technik wird als „Lucky Imaging“ bezeichnet. Es werden aus einem Film des aufgrund atmosphärischer Störungen wabernden Jupiters jene sozusagen glückliche Momente herausgesucht, in denen die Atmosphäre möglichst ruhig ist. Die Monde wurden mit einer getrennten Aufnahme mit einer Belichtungszeit von drei Sekunden gewonnen.
